Wie verlinke ich eine Website richtig?

Ein Block, ein Kugelschreiber, ein Handy und eine Brille liegen neben einem Laptop auf dem Holztisch.

5 Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest


Interne Verlinkung klingt erstmal nach einem rein technischen SEO-Thema. Dabei ist sie viel mehr als das. Richtig eingesetzt, hilft sie deinen Besuchern, sich auf deiner Website zurechtzufinden, Zusammenhänge zu verstehen und schneller die Informationen zu bekommen, die sie wirklich brauchen. Ganz nebenbei unterstützt sie auch Google dabei, deine Inhalte besser einzuordnen.

In der Praxis sehe ich jedoch immer wieder dieselben Fehler – und die kosten nicht nur Sichtbarkeit, sondern vor allem Vertrauen und Orientierung.


Fehler 1: Verlinken ohne Ziel


Viele Links entstehen nach dem Prinzip „könnte man ja mal verlinken“. Das Ergebnis sind Seiten, auf denen wahllos Begriffe anklickbar sind, ohne dass klar ist, warum.

Jeder Link sollte eine Funktion haben. Er führt den Leser entweder tiefer ins Thema, beantwortet eine Anschlussfrage oder leitet ihn logisch zum nächsten Schritt. Wenn du selbst nicht sagen kannst, warum dieser Link an genau dieser Stelle sinnvoll ist, wird es dein Leser auch nicht verstehen. Dann lass ihn lieber weg.


Fehler 2: “Hier klicken” - und nichts weiter


Linktexte sind nicht nur klickbare Wörter, sie sind Orientierungshilfen. Sowohl für Menschen als auch für Suchmaschinen.

Ein Link wie „hier klicken“ sagt inhaltlich nichts aus. Besser ist es, den Link so zu formulieren, dass bereits klar wird, was den Leser erwartet. Das erhöht die Klickwahrscheinlichkeit und hilft Google, den Zusammenhang zwischen deinen Seiten besser zu verstehen. Also zum Beispiel: “Vereinbare hier ein kostenloses Kennenlerngespräch.”


Fehler 3: Zu viele Links auf einmal


Mehr ist nicht besser. Wenn in jedem Absatz mehrere Links auftauchen, wirkt das schnell unruhig und überfordernd. Der Leser weiß nicht mehr, was wichtig ist – und entscheidet sich im Zweifel für gar nichts.

Setze Links bewusst und gezielt. Lieber wenige, gut platzierte Verlinkungen als eine Seite voller Ablenkung. Dein Ziel ist Führung, nicht Zerstreuung.


Fehler 4: Wichtige Seiten werden nicht verlinkt


Oft sind ausgerechnet die Seiten, die dir am wichtigsten sind – Angebotsseiten, Kontaktseiten oder strategische Blogartikel – kaum intern verlinkt.

Frage dich regelmäßig:

  • Welche Seiten sollen gefunden werden?

  • Und von wo aus ist es logisch, dorthin zu verlinken?

Interne Verlinkung ist ein starkes Signal an Google, welche Inhalte für dich relevant sind.


Fehler 5: Verlinkung ohne Nutzerperspektive


Der größte Fehler ist, Verlinkung nur aus SEO-Sicht zu betrachten. Gute Verlinkung fühlt sich für den Nutzer natürlich an. Sie greift Gedanken auf, die gerade entstehen, und bietet genau im richtigen Moment eine Vertiefung an.

Wenn deine Links echten Mehrwert liefern, bleiben Besucher länger auf deiner Seite – und genau das ist am Ende das beste SEO-Signal überhaupt.


Fazit


Eine gut verlinkte Website arbeitet leise im Hintergrund. Sie führt, ohne zu drängen. Und sie schafft Raum – für Fokus, Vertrauen und ein Business, das sich leichter anfühlt.

Wenn deine Verlinkung klar ist, müssen Besucher nicht überlegen, wo sie als Nächstes klicken sollen. Sie fühlen sich geführt – und bleiben.

Gute interne Verlinkung ist deshalb kein technischer SEO-Trick, sondern ein Akt von Klarheit und Service. Sie verbindet Inhalte sinnvoll, zeigt Zusammenhänge
und nimmt Entscheidungen ab.


Für ein gutes Verlinkungs-Konzept brauchst du natürlich auch eine nutzerfreundliche Website-Struktur. Wie du sie sinnvoll aufbaust, kannst du in meinem Blog-Beitrag “In 6 Schritten zur nachhaltigen Website-Struktur” nachlesen.


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