Selbstständig als Mama während der Elternzeit: Warum dieser Wunsch so viel Mut braucht.
Viele Mamas kennen dieses leise Ziehen in sich. Da ist dieses große Glück mit den Kindern – und gleichzeitig das Gefühl: Da ist noch mehr in mir. Ein Wunsch nach etwas Eigenem. Nach einem beruflichen Weg, der sich richtig anfühlt und nicht nach „zurück in den alten Job“.
Die Elternzeit verändert uns. Unsere Werte verschieben sich. Was früher selbstverständlich war – funktionieren, Leistung bringen, durchziehen – fühlt sich plötzlich nicht mehr stimmig an. Und trotzdem tauchen sie auf, diese großen Fragen:
Darf ich mir das überhaupt erlauben, mich als Mama während der Elternzeit selbstständig zu machen?
Ist das nicht egoistisch?
Und was, wenn ich scheitere?
Zwischen Sicherheit und Selbstzweifeln
Der Gedanke an Selbstständigkeit als Mama kommt selten leichtfüßig. Er kommt oft mit Angst.
Angst vor finanzieller Unsicherheit.
Angst, dem Partner „nicht genug beizutragen“.
Angst, die Sicherheit von Sozialversicherung und Rente loszulassen.
Und dann diese innere Stimme: Was, wenn ich mich überschätze? Was, wenn ich scheitere – sichtbar für alle?
Dazu kommen die Zweifel von außen. Nicht böse gemeint, aber trotzdem verletzend:
„Hast du denn schon Kundinnen?“
„Ist das nicht riskant?“
„Willst du dir das wirklich antun?“
Was dabei oft übersehen wird: Der Weg in die Selbstständigkeit mit Kindern ist nicht nur ein beruflicher Schritt. Es ist ein emotionaler Prozess. Es geht darum, alte Rollenbilder loszulassen. Die der „vernünftigen“, sicheren, angepassten Frau. Und sich zu erlauben, wieder als Mensch mit eigenen Träumen sichtbar zu werden – nicht nur als Mama im Funktionsmodus.
Raum finden im vollen Alltag mit Kindern
Viele Mamas fragen sich: Wann soll ich das bitte machen? Zwischen Kita, Haushalt, Terminen, Mental Load und Nächten, die selten ruhig sind?
Die ehrliche Antwort: Es gibt keinen perfekten Zeitpunkt, um sich als Mama selbstständig zu machen. Der Alltag wird nicht plötzlich leiser. Raum entsteht nicht durch ideale Bedingungen, sondern durch bewusste Entscheidungen. Manchmal sind es nur kleine Zeitfenster. Eine Stunde am Abend. Ein Vormittag in der Woche. Kleine Schritte, die sich erst später wie ein Weg anfühlen.
Und ja – dann sind da auch die rechtlichen Fragen rund um die Selbstständigkeit während der Elternzeit:
Freiberuflich oder gewerblich?
Was ist mit Steuern?
Wie funktioniert das mit der Krankenversicherung während der Elternzeit?
Das wirkt erstmal überwältigend. Aber all das ist klärbar – Schritt für Schritt. Was oft viel schwerer ist: sich innerlich zu erlauben, überhaupt loszugehen.
Wenn aus “Ich könnte…” ein “Ich mache das jetzt!” wird
Der Moment der Entscheidung fühlt sich selten heldenhaft an. Bei mir war es eher ein stilles, zähes Ringen mit mir selbst. Viele Nächte mit einem vollen Kopf, mit Rechnungen im Gedankenkarussell und der Angst, mich zu verrennen.
Ich habe mich oft klein gemacht in meinen Gedanken. Mir eingeredet, dass andere das besser können. Dass Sicherheit vernünftiger ist. Und gleichzeitig wurde dieses Gefühl immer lauter, dass es für mich nicht mehr stimmig ist, in ein System zurückzugehen, das mir mehr Energie nimmt als gibt.
Der Wendepunkt kam, als ich gemerkt habe: Dieses ständige Zögern kostet mich mehr Kraft als das Risiko selbst. Dieses innere „Eigentlich will ich, aber ich traue mich nicht“ hat mich müder gemacht als jede konkrete Entscheidung.
Fazit
Vielleicht ist Selbstständigkeit nicht für jede Mama der richtige Weg.
Aber jede Mama darf sich erlauben, diese Sehnsucht ernst zu nehmen.
Und ihr Raum zu geben.
Ich verschaffe dir diesen Raum - damit du wieder mehr Ruhe im Kopf und Zeit für deine Kinder und Familie hast.
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Denn unsere Kinder lernen nicht nur aus dem, was wir ihnen sagen.
Sie lernen aus dem, was wir uns selbst erlauben. 💛
